Diese Kürbisfocaccia ist wieder ein richtiges Fusionsrezept. Die Gewürzmischung Za’atar passt zu vielen Gerichten, aber besonders hat mich vor vielen Jahren eine Focaccia mit Za’atar in Tel Aviv begeistert. Die bekam man sie damals dort tütenweise, und ich habe sie mir gekauft und die nächsten zwei Tage im Flugzeug aufgebacken. Die musste ich natürlich auch zuhause nachmachen. Und weil es gerade überall so schöne Kürbisse gab, habe ich eine Kürbisfocaccia mit Za’atar zusammengestellt.

Das brauchst du für die Kürbisfocaccia:
- Hokkaido Kürbis
Ein halber kleiner Hokkaido-Kürbis reicht. Am besten ist ein sehr schöner Kürbis ohne komische Stellen, da wir ja die Schale teilweise dranlassen.
- Za’atar-Gewürzmischung
Za’atar* ist eine leckere Gewürzmischung aus Sesam, Sumach, Oregano und Thymian, die man in Westasien gern benutzt, auch bekannt als Zahtar oder Zatar. Die Mischung variiert regional etwas. Ich verwende für meine Kürbisfocaccia eine Mischung .
- frischen Thymian
Frische Thymianzweige passen gut zum Za’atar, in dem ja auch schon getrockneter Thymian enthalten ist. Wir legen sie auf das Focaccia für das Aroma und die Optik. Sie werden nicht mitgegessen.
- lila Zwiebeln
Sie müssen natürlich nicht unbedingt lila sein, aber farblich passt es sehr gut zum Kürbis auf dem herbstlichen Brot.
- Brat-Olivenöl
Es ist höher erhitzbar als normales Olivenöl und eignet sich daher sehr gut für Focaccia.
- Mehl
Ich benutze Dinkelmehl 630, aber es funktioniert auch gut mit Weizenmehl. Eventuell musst du die Mehl/ Wasser-Ratio etwas anpassen. Wenn du Zeit hast, kannst du den Teig auch länger als eine Stunde gehen lassen. Ich lasse meinen Teig meist viereinhalb Stunden gehen, da ich zu den Leuten gehöre, die FODMAPS nicht so gut vertragen. Mehr darüber erfährst du in diesem Beitrag der Deutschen Handwerkszeitung zu dem Thema.
- 1-2 EL Chia-Samen, Hanfsamen oder Sesam kannst du auch noch mit in den Teig geben, wenn du möchtest.


Kürbisfocaccia
Equipment-Empfehlungen
Zutaten
- 1/2 kleinen Hokkaido-Kürbis
- 500 g Dinkelmehl 630
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 240 ml lauwarmes Wasser
- 1 TL Zucker
- 60 ml Olivenöl
- 1 TL Meersalz
- 2 EL Za’atar*
- noch mehr Olivenöl
- 1 kleine Zwiebel geviertelt
- Thymianzweige
- mehr Salz und Olivenöl
Anleitung
- Zuerst alle Zutaten in der für das Rezept benötigten Menge bereitstellen. So kocht es sich viel entspannter und man vergisst nichts 🙂
- Den Kürbis waschen und auseinandernehmen. Je sieben dünne Scheiben von den Seiten abschneiden und zum Dekorieren beiseite legen.
- Den restlichen Kürbis (ca. 150-250g) mit Schale zerkleinern. Das geht sehr gut mit meinem Food Processor. Ohne Food Processor würde ich den Kürbis kochen oder backen, bis er sich zerdrücken lässt. Sollte noch Kürbis übrig bleiben, schneide ich in Stücke und friere ihn ein für die nächsten Kürbisgnocchi.
- Mehl und Hefe in einer Schüssel verrühren, lauwarmes Wasser, Zucker, zerkleinerten Kürbis, Olivenöl, Salz und 1 EL Za'atar hinzufügen. Das lauwarme Wasser gieße ich nicht gleich komplett hinein, vielleicht brauche ich gar nicht so viel. Zehn Minuten lang kneten. Eventuell noch etwas mehr Mehl oder Wasser dazugeben. Wir wollen einen schönen, elastischen Teig, nicht bröckelig oder zu klebrig.
- Etwas Olivenöl in eine große Schüssel und auf die Hände geben, damit der Teig nicht daran festklebt, und den Teig hineinlegen. Zugedeckt mit einem feuchten Tuch an einem warmen zugfreien Ort, z.B. dem Ofen bei etwa 30 Grad mindestens eine Stunde gehen lassen. Der Ofen sollte aber nicht zu heiß werden, Temperaturen über 40 Grad verträgt die Hefe nicht. Ich schalte ihn immer nur kurz ein, wenn der Teig fast fertig geknetet ist, und bevor ich den Teig hineinstelle, schalte ich ihn aus.
- Nach mindestens einer Stunde Ruhe sollte der Teig sich verdoppelt haben. Noch einmal mit eingeölten Händen durchkneten und eine große, ca. 1-2 cm dicke Focaccia formen. Auf Backpapier ausbreiten und noch etwas Olivenöl darübergeben.

- Jetzt mit den Fingern oder einem Stäbchen tiefe Löcher in die Focaccia pieken, in denen sich Öl und Gewürze sammeln können.

- Dann mit den Kürbisscheiben belegen und diese mit etwas Olivenöl bestreichen. Dann mit Zwiebel und Thymianzweigen belegen und mit 1 EL Za’atar bestreuen, eventuell noch etwas grobes Salz hinzufügen wenn deine Za'atar-Mischung nicht so salzig ist.

- Jetzt noch einmal 20 Minuten ruhen lassen, in der Zeit den Backofen auf 210 Grad vorheizen.
- Dann 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
- Wenn die Focaccia fertig ist, noch einmal mit Olivenöl beträufeln und in Stücke schneiden. Am besten geht das mit einem Pizzaschneider.
Notizen
FAQ
Kann ich normales Weizenmehl statt Dinkelmehl verwenden?
Ja, das funktioniert genauso gut. Eventuell musst du die Mehl-Wasser-Ratio leicht anpassen, da Weizenmehl etwas anders bindet.
Was ist Za’atar?
Za’atar ist eine westasiatische Gewürzmischung, meist aus Sesam, Sumach, Oregano und Thymian. Der Geschmack ist erdig-würzig mit einer leicht säuerlichen Note durch den Sumach.
Kann ich die Focaccia vorbereiten und später backen?
Der Teig lässt sich gut über Nacht im Kühlschrank gehen lassen, dann brauchst du morgens nur noch zu belegen und zu backen.
Wie bewahre ich übrig gebliebene Kürbisfocaccia auf?
Am besten in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank, dann hält sie sich 1-2 Tage. Am nächsten Tag schmeckt sie besonders gut, kurz in der Pfanne aufgeknuspert.
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