Dieses vegane Olivenpesto ist in 3 Minuten fertig und platzt nur so vor Umami. Grüne und schwarze Oliven, getrocknete Tomaten, Kapern, Knoblauch, gutes Olivenöl und etwas Salz, mehr brauchst du nicht.
Warum das Pesto nach einer berühmten neapolitanischen Pasta heißt und was der Name eigentlich bedeutet, erfährst du weiter unten.
Die Zutaten für dein Olivenpesto
- Grüne Oliven: Sie sind die Basis und machen fast die Hälfte des Pestos aus. Nimm entsteinte Oliven.
- Schwarze Oliven oder Kalamata Oliven: Eine kleine Menge reicht für eine milde, leicht fruchtige Note und eine schöne Farbe.
- Getrocknete Tomaten: Am besten die in Öl eingelegten, sie sind weicher und lassen sich leichter pürieren. Sonst gehen aber auch die getrockneten.
- Kapern: Sie bringen Säure und Würze.
- Knoblauch: Eine kleine Zehe genügt, roher Knoblauch ist im Pesto sehr präsent.
- Olivenöl: Ein gutes natives Olivenöl extra macht den Geschmack rund.
- Meersalz: Erst ganz am Ende und nur nach Bedarf – Oliven und Kapern sind schon salzig.

Olivenpesto selbst machen: so geht’s
Dieses Olivenpesto selbst zu machen dauert nur 3 Minuten. Du brauchst lediglich einen kleinen Zerkleinerer oder einen Stabmixer.
- Oliven, getrocknete Tomaten und Kapern kurz abtropfen lassen, Knoblauch schälen.
- Alles in den Zerkleinerer geben bis eine streichfähige, leicht stückige Paste entsteht.
- Mit Meersalz abschmecken – fertig.
Tipp: Das Rezept ergibt bewusst eine kleine Menge für etwa vier Portionen. In einer großen Küchenmaschine laufen die Messer bei so wenig Masse oft leer, ein kleiner Zerkleinerer funktioniert deutlich besser. Warum ich keine große Vorratsmenge empfehle, liest du im Abschnitt zur Aufbewahrung.
Pesto Puttanesca: vom Pasta-Klassiker zum Pesto
Das Vorbild für dieses Olivenpesto ist die Pasta Puttanesca aus Kampanien rund um Neapel. Ihre Sauce besteht aus Tomaten, Oliven, Kapern, Knoblauch und Olivenöl, dazu kommen klassisch Sardellen und oft Chili. Das Pesto ist sozusagen die konzentrierte, pürierte Variante davon – und bei mir natürlich vegan.
Warum schmeckt das Pesto Puttanesca auch ohne Sardellen?
In der klassischen Pasta Puttanesca sorgen Sardellen für die salzig-würzige Tiefe. In diesem veganen Olivenpesto übernehmen das die anderen Zutaten: Getrocknete Tomaten gehören zu den glutamatreichsten pflanzlichen Lebensmitteln, weil sich ihre Geschmacksstoffe beim Trocknen konzentrieren. Eingelegte Oliven und Kapern bringen zusätzlich eine kräftige, salzige Würze mit. Das Ergebnis ist ein Pesto mit ordentlich Umami, ganz ohne Fisch.
Wer es näher am Original mag, gibt eine Prise Chiliflocken dazu.

Fun Fact: Was bedeutet „Puttanesca“?
Der Name klingt harmlos, aber „Puttana“ bezeichnet im Italienischen eine Dame aus dem horizontalen Gewerbe, „alla puttanesca“ bedeutet also so viel nach deren Art.
Wie die Pasta zu ihrem Namen kam, weiß niemand genau. Einer Legende nach sollen Frauen in den Freudenhäusern Neapels das schnelle Gericht aus Vorratszutaten zwischen zwei Kunden gekocht haben. Einer anderen zufolge soll der verführerische Duft Kundschaft angelockt haben.
Rezepte mit Olivenpesto: so verwendest du es
- Brotaufstrich: etwas vegane Butter auf frisches oder getoastetes Brot und das Pesto dünn auftragen – mein Favorit.
- Bruschetta Puttanesca: Geröstetes Brot dünn bestreichen, mit frischen Tomatenwürfeln und Basilikum toppen.
- Sandwiches und Wraps: Als würziger Aufstrich, passt super zu gegrilltem Gemüse oder Räuchertofu.
- Dip: Pur zu Grissini, Cräckern oder Gemüsesticks.
- Ofengemüse: Nach dem Backen einen Löffel über Zucchini, Aubergine oder Kartoffeln geben.
- Pasta: Das Pesto unter heiße Nudeln rühren – die schnellste Pasta Puttanesca der Welt.

Wie lange hält selbstgemachtes Olivenpesto?
Selbstgemachtes Olivenpesto solltest du im Kühlschrank aufbewahren und spätestens am Tag nach der Zubereitung aufbrauchen. Das empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für alle selbstgemachten Zubereitungen mit Gemüse, Knoblauch oder Kräutern in Öl.
Der Grund ist das Bakterium Clostridium botulinum. Seine Sporen kommen auf vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor und können unter Öl, also ohne Sauerstoff, ein gefährliches Gift bilden. Das Trügerische: Man riecht, sieht und schmeckt es nicht. Im Privathaushalt lässt sich das nicht sicher ausschließen, deshalb ist dieses Pesto nicht für die Vorratshaltung gedacht.
Gekauftes Pesto aus dem Glas wird industriell erhitzt und haltbar gemacht und darf deshalb ungekühlt im Regal stehen.
Wenn doch mal mehr übrig bleibt, kannst du es direkt nach der Zubereitung portionsweise einfrieren, zum Beispiel im Eiswürfelbehälter.
Quelle: BfR – Fragen und Antworten zum Botulismus (15.06.2023)

Olivenpesto selbst machen – veganes Pesto Puttanesca
Equipment-Empfehlungen
Zutaten
- 100 g Grüne Oliven entsteint (abgetropft)
- 4 EL Olivenöl
- 40 g getrocknete Tomaten, abgetropft
- 20 g Schwarze oder Kalamata Oliven entsteint (abgetropft)
- 15 g Kapern, abgetropft
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Prise Meersalz
Anleitung
- Alles zusammen mit dem Mini Food Processor oder Pürierstab zu einem Pesto verarbeiten.

- Zu Brot, Gemüse oder Pasta servieren.

FAQ
Ist Olivenpesto vegan?
Selbst gemacht nach diesem Rezept ja. Bei gekauftem Olivenpesto lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste: Manche Sorten enthalten Käse, und ein klassisches Puttanesca-Pesto kann Sardellen enthalten.
Welche Oliven eignen sich am besten?
Entsteinte grüne Oliven als Basis und ein kleiner Anteil schwarzer Oliven oder Kalamata Oliven.
Kann ich Olivenpesto einfrieren?
Ja, am besten direkt nach der Zubereitung und portionsweise, zum Beispiel in einem Eiswürfeltray. So hast du immer eine kleine Menge für einen leckeren Brotaufstrich oder eine schnelle Pasta parat.
Was ist der Unterschied zwischen Olivenpesto und Tapenade?
Die Tapenade stammt aus der Provence und wird klassisch aus schwarzen Oliven, Kapern und oft Sardellen gemacht. Dieses Olivenpesto ist italienisch inspiriert, basiert auf grünen Oliven und bekommt durch die getrockneten Tomaten eine fruchtige Note.
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