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Vegane Restaurants App & mehr: Die besten Apps für deine Reise

Auf Reisen die Ruhe weg haben? Als Veganer ist das nicht immer so einfach. Wo gibt es veganes Essen, welche Getränke sind vegan? Wo gehe ich mit meinen Omnis hin, so dass alle auf ihre Kosten kommen und ich auch? Wie bestelle ich trotz Sprachbarriere oder lese Zutaten? Kann ich vielleicht sogar Kochkurse vor Ort machen? Genau dafür gibt es inzwischen passende Apps für vegane Restaurants, und ein paar weitere praktische Helfer für unterwegs.

Ich empfehle dir unbedingt, vor einer Reise auf einen anderen Kontinent eine Prepaid-eSIM mit Roaming zu besorgen. Ohne mobiles Internet wird jede App nutzlos, und ständig nach WLAN zu suchen, nur um schnell eine vegane Restaurant-App zu checken oder einen QR-Code für die Speisekarte zu scannen, raubt unnötig Nerven. Ich nutze dafür Airalo oder Flexiroam, beide haben Tarife für einzelne Länder oder Kontinente oder weltweit, und immer mal wieder Sonderangebote.

Und jetzt zu den Apps, die dein Leben als vegan reisender Mensch wirklich leichter machen:

Apps für vegane Restaurants finden

HappyCow

Das ist die Antwort auf die Frage „Gibt es eine App für vegane Restaurants?“: seit 1999 der Klassiker, mittlerweile mit über 256.000 Einträgen in 185 Ländern. Besonders beliebt:

  • Interaktive Karte mit Community-Bewertungen und Fotos: du siehst auf einen Blick, was in der Nähe ist, inklusive Reviews von anderen Reisenden. Wenn du auf das Feld „Wegbeschreibung“ klickst und dann auf „open in apple maps“, öffnet sich im iPhone das Navi, das auch offline funktioniert. Damit ist es sehr viel einfacher, die Lokale zu finden.
  • Filter nach Vegan, Vegetarisch und „Veg-Options“ – praktisch, wenn du mit Omnivoren unterwegs bist und einen Ort suchst, an dem alle etwas finden
  • Trip-Planer – du kannst schon vor der Reise Restaurants in deiner Zielstadt sammeln. In der HappyCow App kannst du die Adresse deiner Unterkunft eingeben und mit Hilfe der Filter schon vorher schauen, was es dort alles in der Nähe gibt, und Restaurants sammeln, indem du auf das kleine Flugzeug tippst. Du kannst die Restaurantinformation auch an deine Mitreisenden schicken.

Kostet auf iOS einmalig ca. 5,99 €, auf Android komplett kostenlos. Die mobile Browser-Version auf happycow.net funktioniert genauso gut und ist immer kostenlos. Meiner Meinung nach aber eine geringe Investition für das was man bekommt.

Was nicht schaden kann, ist, sich vorher zu informieren, ob es den Laden noch gibt, die Öffnungszeiten stimmen (leider manchmal falsch in der App), man reservieren kann, es wirklich veganes Essen gibt, auch morgens usw. Solche Sachen können sich ja immer sehr schnell ändern. Ich stand schon das eine oder andere Mal vor verschlossenen Türen, warum auch immer, oder habe Läden einfach nicht gefunden, oder es gab überhaupt nichts Veganes, erst abends (in Ländern mit nicht vorhandener Frühstückskultur) und dachte, ich hätte doch nur mal auf den Instagram-Account schauen können oder den Hotelconcierge bitten, da kurz anzurufen. Auch die Reviews der anderen Besucher zu lesen, kann sich lohnen, oder selbst einen zu schreiben und Informationen zu aktualisieren, um anderen zu helfen.

HappyCow App
Screenshot

Vanilla Bean

Die DACH-Alternative, wenn du speziell in Berlin, München oder Wien unterwegs bist. Kleiner als HappyCow (ca. 35.000 Einträge weltweit), dafür oft aktueller und dichter in deutschsprachigen Städten. Besonders praktisch:

  • Filter nach Nachhaltigkeitskriterien – nicht nur vegan, sondern auch bio, fair, regional; ideal, wenn dir das über reines „vegan“ hinaus wichtig ist
  • Direkte Anrufe und Wegbeschreibungen aus der App

Nutzer berichten allerdings von gelegentlichen Kartenproblemen (z.B. springt die Ansicht manchmal auf ein ganzes Land statt die lokale Umgebung zu zeigen). Außerdem befindet sich die App gerade im Umbruch – sie fusioniert mit „Future Cooperative“ zu „Future Maps“, das dann auch andere nachhaltige Läden (Fair-Fashion, Bio-Supermärkte) mit abdecken soll. Wir werden sehen.

Vanilla Bean App
Screenshot

Spinach

Die Neuentdeckung 2026, entwickelt von jemandem mit Erfahrung aus einer großen veganen Restaurant-Plattform. Das Konzept, das sie von der Konkurrenz abhebt:

  • Doppel-Score: Jeder Ort bekommt zwei getrennte Bewertungen – eine für die reine Essensqualität, eine für „Vegan-Freundlichkeit“ (A–E). So kann ein Thai-Lokal mit einem großartigen Tofu-Gericht höher ranken als ein mittelmäßiges 100%-veganes Café
  • Gericht-Rankings statt nur Restaurant-Rankings – zeigt dir z.B. „die beste Pad Thai in Bangkok“ oder „die beste Pizza in Berlin“
  • Bewusst nicht nur auf rein vegane Lokale beschränkt – deckt auch Omni-Restaurants mit richtig guten pflanzlichen Optionen ab
  • Kostenlos, funktioniert offline, kein Login nötig

Für eine so junge App überraschend umfangreich (218.000+ gelistete Orte), auch Berlin ist schon gut abgedeckt.

Spinach App
Screenshot

Kommunikation

Google Translate

Eine der praktischsten Apps überhaupt, gerade in Ländern ohne lateinisches Alphabet, nicht nur für Veganer, die Zutaten überprüfen wollen. Was steht eigentlich auf dem wichtig aussehenden Schild mit dem Gefahrenzeichen? Könnte interessant sein, und Google translate kann oft weiterhelfen! Einfach den Text eintippen, in die Kamera halten oder hineinsprechen (lassen) und die Übersetzung erscheint. Natürlich nicht immer perfekt, aber meistens kommt man weiter. Beliebteste Funktionen:

Offline-Sprachpakete – vorher herunterladen und auch ganz ohne Internet nutzen, unverzichtbar z.B. in Japan oder ländlichen Gegenden.

Kamera-Übersetzung (OCR) – Handy über die Speisekarte halten, Übersetzung erscheint direkt im Bild

Sprachaufnahme – jemanden ins Handy sprechen lassen, sofortige Übersetzung

Zum Beispiel in Tokyo. Einfach einscannen und manchmal steht dann da alles, was man wissen wollte:

Vegane Kochkurse auf Reisen: airKitchen


Eines der Highlights auf Reisen ist für mich, die regionale Küche zu entdecken. Am schönsten ist dafür ein Kochkurs vor Ort. Keine App, aber bei airKitchen* kann man nach „vegan“ filtern und sich für interessante Kurse gleich anmelden. Für Japan-Reisende mein persönlicher Favorit, weil hier keine kommerzielle Kochschule, sondern echte Gastgeber zu Hause unterrichten. Was den Unterschied macht:

  • Vegan-Filter nach Stadt (Tokyo, Kyoto und weitere)
  • Persönlicher Kontakt zum Gastgeber vor der Buchung: du kannst Allergien, Unverträglichkeiten oder rein vegane Wünsche direkt klären
  • Viele Kurse bieten explizit vegane, vegetarische, glutenfreie und halal-freundliche Varianten parallel an, ideal für gemischte Reisegruppen

Ich habe airKitchen selbst für zwei Kochkurse in Japan ( Shojin Ryori und Japanese Comfort Food) genutzt, wie das lief, erzähle ich in meinem Japan-Blogpost.

FAQ:

Gibt es eine App für vegane Restaurants?

Ja, gleich mehrere. HappyCow ist die bekannteste App für vegane Restaurants mit der größten weltweiten Abdeckung, Vanilla Bean ist eine gute Alternative für den deutschsprachigen Raum, und Spinach ist eine spannende Neuentdeckung mit cleverem Bewertungssystem.

Welche App ist die beste für vegane Restaurants?

Das hängt vom Reiseziel ab. Für weltweite Reisen ist HappyCow wegen der schieren Menge an Einträgen kaum zu schlagen. Bist du hauptsächlich in Deutschland, Österreich oder der Schweiz unterwegs, lohnt sich zusätzlich ein Blick in Vanilla Bean, da die Einträge dort oft dichter und aktueller sind. Am besten kombinierst du zwei Apps, falls die eine in einer Stadt wenig Auswahl bietet.

Wie finde ich als Veganer Essen im Ausland, wenn ich die Sprache nicht spreche?

Google Translate ist hier dein bester Freund: Halte die Kamera über die Speisekarte, und die Übersetzung erscheint direkt im Bild. Lade dir vorher die passenden Sprachpakete offline herunter, falls du unterwegs kein Internet hast. In Kombination mit einer Restaurant-App wie HappyCow, die oft ohnehin schon angibt, ob ein Ort vegane Optionen hat, kommst du meistens gut durch.

Ist HappyCow kostenlos?

Kommt auf dein Gerät an: Auf Android ist die App komplett kostenlos, auf iOS kostet sie einmalig etwa 5,99 €. Falls du das nicht zahlen möchtest, funktioniert die mobile Browser-Version auf happycow.net genauso gut und ist auf allen Geräten gratis.


Für mehr Details zu meinen eigenen Erfahrungen mit HappyCow und airKitchen unterwegs schau gerne bei meinem Post Vegan unterwegs in Tokyo: Restaurants, Cafés und mehr vorbei – dort erzähle ich auch von meinem Shojin-Ryori-Kochkurs, den ich über airKitchen gebucht habe, und wie ich mich in Tokyo und Osaka als Veganerin durchgeschlagen habe.

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2 Comments

  1. Der Ethische Einkaufsführer von animalfair: https://www.animalfair.at/
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