Wenn ich die duftenden Süßkartoffeln und den deftigen Räuchertofu mit dem aromatischem Zitronengras backe und die selbstgebackenen Pita-Wraps aufwärme, läuft wahrscheinlich auch den Nachbarn und Paketboten im Treppenhaus das Wasser im Mund zusammen. Dazu meine pikante Satésauce und etwas frischer Salat, schon ist der pflanzliche Zitronengras-Wrap fertig: schnell, einfach, gesund und perfekt zum Frühstück mit Hafer-Cappuccino. Oder zum Mittagessen. Oder zum Abendessen.
Natürlich ist die Zusammenstellung nicht in Stein gemeißelt, im Kühlschrank findet sich oft einiges, was sich in Wraps unterbringen lässt, wie Gurke, Granatapfelkerne, frischer Rotkohl, Petersilie oder Koriander, oder vielleicht auch ein paar Bohnen oder Kichererbsen. Auch gekochter Quinoa oder pinke Zwiebeln passen hier gut.
Man kann ihn auch mitnehmen für unterwegs oder für die Mittagspause, und er eignet sich auch hervorragend für Meal Prep am Abend vorher. Einen Stapel Wraps im Gefrierschrank zu haben ist immer gut, denn sie sind schnell aufgewärmt und sehr vielseitig. Für Erdnusssauce hat man auch meist Verwendung und sie hält sich etwa eine Woche. Den Tofu und die Süßkartoffeln kannst du zerkleinert in einer luftdichten Dose am Abend vorher in den Kühlschrank stellen, das Zitronengras ebenfalls. Dazu noch etwas Salat und fertig.
Übrigens meine ich mit Pita-Wrap das griechische Streetfood, also ein weiches, flaches Fladenbrot ohne Tasche, das sich hervorragend einrollen lässt und klassisch für Gyros verwendet wird, aber für Vegetarier auch gerne mal mit Pommes und Salat gefüllt wird oder in meiner Fusionsküche als Zitronengras-Wraps auf den Teller kommen. Im Nahen Osten hingegen meint Pita meist ein Brot mit Hohlraum, das als Pita-Tasche für Gerichte wie Falafel und Shawarma dient. Es entsteht manchmal Verwirrung, weil „Wrap“ nur die Zubereitungsform beschreibt, während Tortillas aus der mexikanischen Küche stammen und auch sehr ähnlich sind wie diese Wraps.
Was brauchst du für die Zitronengras-Wraps?
- Pita-Wraps
Natürlich kann man Wraps auch fertig kaufen, aber ich finde, verglichen mit selbstgebackenen Pita-Wraps schmecken sie wie Papier, vor allem diese ganz dünnen. Und so eine große Sache ist es eigentlich gar nicht, sie selber zu machen: Teig mixen, für ein paar Stunden wegstellen, dann 10-12 Kugeln formen, ausrollen und etwa 30 Sekunden von beiden Seiten braten. Und schon ist ein Stapel lecker duftender selbstgebackener Wraps fertig, die du auch einfrieren und in wenigen Minuten aufwärmen kannst. Das geht mit Weizen- oder Dinkelmehl, auch Vollkorn. Und natürlich kannst du sie auch anders füllen, zum Beispiel mit Süßkartoffeln und schwarzen Bohnen, Rucola und Aprikosen-Senf-Sauce.

- Zitronengras
Die dünnen grünen Stauden aus der südostasiatischen Küche enthalten leckere duftende ätherische Öle, denen auch einiges an Heilwirkung nachgesagt wird. Du bekommst sie in asiatischen Lebensmittelgeschäften und mittlerweile auch in vielen Supermärkten.
So schälst du Zitronengras für den Wrap und zerkleinerst es: die Wurzel, das Ende und die harten holzigen Außenblätter entfernen. Den weißen Teil mit den lila Ringen in feine Scheiben schneiden und dann klein hacken.
Wenn du einfache Rezepte mit Zitronengras liebst, gefallen dir bestimmt auch meine Zitronengras-Nudeln.

- Süßkartoffeln
Süßkartoffeln sind ein nährstoffreiches Lebensmittel, reich an Vitamin A und C, Ballaststoffen und Antioxidantien, die die Augengesundheit, die Immunfunktion und das allgemeine Wohlbefinden fördern. Darüber hinaus liefern ihre komplexen Kohlenhydrate anhaltende Energie, ohne den Blutzuckerspiegel durcheinander zu bringen. Ich wasche sie gründlich und schneide unschöne Stellen weg, lasse die Schalen jedoch bei Bio-Süßkartoffeln ansonsten dran, da sie eine gute Quelle zusätzlicher Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien sind. Die Schale enthält auch Antioxidantien und trägt zum allgemeinen Nährwert der Süßkartoffel bei.

- Räuchertofu
Räuchertofu ist eine Tofu-Variante, die durch den Räucherprozess einen rauchigen Geschmack erhält. Falls du keinen geräucherten Tofu für die Zitronengras-Wraps findest, kannst du festen weißen Tofu verwenden und ihn mit etwas Liquid Smoke würzen. Ich zerkrümele den Räuchertofu mit den Händen.

- Erdnusssauce
Die schnellste, einfachste und vor allem leckerste Erdnusssoße für die Zitronengras-Wraps ist in 3 Minuten fertig, du brauchst nur 5 Zutaten.


Zitronengras-Wraps mit Räuchertofu und Süßkartoffeln
Equipment-Empfehlungen
Zutaten
- 2 Pita-Wraps
- 1 Bio-Süßkartoffel ca. 350 g
- 1 -2 TL Olivenöl
- 1/4 TL Salz
- 1 Räuchertofu* ca. 200g
- 1 EL Sojasauce
- 1 TL Ahornsirup
- 1 TL Rauchpaprikapulver*
- 2 Stangen Zitronengras
- 2 Handvoll Salat z.B. Wildkräuter
- 6-8 EL Erdnusssauce
Anleitung
- Ofen auf 180 Grad vorheizen (am besten Umluft) und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Süßkartoffel in Wedges schneiden (bei Bio lasse ich die Schale dran) und mit etwas Öl und Salz in einer mittleren Schüssel mischen, dann auf dem Backblech verteilen und für 10 Minuten auf mittlerer Schiene in den Ofen geben.
- In der gleichen Schüssel dann den Tofu zerkleinern und verrühren, so dass er noch etwas Öl und Salz abbekommt. Mit Sojasauce, Ahornsirup und Rauchpaprika würzen und gut mischen.
- Zitronengras zerkleinern (siehe Blogpost) und beseite stellen.
- Salat waschen und gut schleudern.
- Das Backblech mit den Süßkartoffeln aus dem Ofen holen und den Tofu dazugeben. Nochmal 10 Minuten backen.
- Pita in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen.
- Wenn die Tofu-Süßkartoffel-Mischung fertig ist, das Zitronengras darübergeben und umrühren.
- Tofu-Süßkartoffel-Mischung in der Mitte des Pita verteilen, Erdnusssauce und Salat darübergeben und einrollen. Ca. 2/3 Füllung, 1/3 Brot zum Rollen frei lassen.Locker einrollen, optional kurz in der Pfanne anpressen und genießen.

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