Ich liebe Kaffee: das Aroma, den Duft, den ersten Schluck am Morgen, darauf freue ich mich am meisten, wenn ich am Frühstückstisch Platz nehme. Aber selbst der größte Kaffeefan hat gerne auch mal etwas Abwechslung. Sei es um den Koffeinkonsum zu reduzieren, neue Geschmacksrichtungen zu entdecken oder dem Körper andere Nährstoffe zu bieten. Diese heißen Kaffeealternativen sind nährstoffreich, aromatisch und lecker. Hier sind meine liebsten Rezepte:
London Fog AKA Earl Grey Vanilla Latte

Wenn du nach Kaffeealternativen suchst, ist der London Fog oft ein perfekter Einstieg. Dieses cremige, aromatische Getränk wird aus zitronigem Earl-Grey-Tee mit Bergamotte, aufgeschäumter Milch sowie einem Hauch Vanille und Süße zubereitet, schmeckt fast wie ein Dessert im Becher. Es ist leicht koffeinhaltig, ideal für ruhige Vormittage oder entspannte Nachmittage, wenn noch ein Kaffee einfach zu viel wäre. In Kanada scheint er besonders beliebt zu sein: dort habe ich ihn zum ersten Mal probiert, und er steht so ziemlich in jedem Café auf der Karte.
Die Zubereitung ist ganz einfach: Erwärme etwas Hafermilch oder schäume Barista-Milch auf, gib einen Teebeutel Earl Grey für ein paar Minuten hinein und füge eine Prise Vanillepulver sowie Kokosblütenzucker oder Ahornsirup nach Geschmack hinzu. Wenn du losen Tee verwendest, erhitze ihn einfach einige Minuten direkt in der Milch, bis der Tee eine schöne beige Farbe annimmt und aromatisch duftet. Anschließend durch ein Sieb gießen und Vanille sowie Süße hinzufügen. Dazu habe ich auch ein Video auf Instagram.
Wenn du den Geschmack von Earl Grey liebst, könnte dir auch mein Earl-Grey-Kuchen gefallen.

Hojicha Latte

Hojicha ist ein koffeinarmer japanischer Grüntee, der über Holzkohle geröstet wird und dadurch ein warmes, leicht nussiges Aroma von Karamell und Rauch erhält. Mit optional aufgeschäumter Pflanzenmilch wird Hojicha zu einem cremigen, wohltuenden Latte. Er gilt als besonders bekömmlich und ist damit perfekt für den Nachmittag oder Abend. Ich mag Hojicha Latte auch gern mit Reismilch, allerdings lässt sich Reismilch nicht aufschäumen wie Barista-Hafer- oder Sojamilch. Das vollständige Rezept für meinen Hojicha Latte findest du hier.
Du liebst den Geschmack von Hojicha? Dann könnten dir auch meine Hojicha-Eiscreme-Mini-Cheesecakes gefallen.

Chagaccino

Für eine nicht ganz koffeinfreie Kaffeealternative mit tiefen, erdigen Aromen empfehle ich den Chagaccino – zubereitet aus Chaga-Pilzpulver, Kaffee oder auch gerne entkoffeiniertem Kaffee, aufgeschäumter Milch und optional etwas Kakao.
Chaga wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet, besonders in Russland und Nordeuropa, und hat einen einzigartigen, leicht bitteren Geschmack. Ein Chagaccino ist warm, wohltuend und belebend, perfekt für Vormittag oder Nachmittag.
Das vollständige Rezept findest du hier.
Matcha Latte mit Lion’s Mane

Für Energie und geistige Klarheit ist ein Lion’s-Mane-Matcha-Latte mein absoluter moderner Favorit. Matcha sorgt dank der Kombination aus Koffein und L-Theanin für einen ruhigen, gleichmäßigen Energieschub, während Lion’s Mane häufig zur Unterstützung von Fokus, Gedächtnis und allgemeiner Gehirngesundheit verwendet wird. Perfekt für kreative Phasen oder das Nachmittagstief.
Für diesen Mushroom Latte verrühre ich Matchapulver und Lion’s-Mane-Pulver mit etwas heißer Reismilch und gieße das Ganze anschließend mit weiterer heißer Reismilch auf. Du kannst natürlich auch aufgeschäumte Barista-Milch nehmen. Das genaue Rezept findest du hier.
Wenn du Matcha genauso liebst wie ich, kannst du das Pulver auch für knusprige Matcha-Pralinen oder Matcha-Eis am Stiel verwenden.


Spicy Hot Chocolate
Manchmal brauchen Körper und Seele einfach ein bisschen Wärme, dann ist die erwachsene Version der heißen Schokolade perfekt: zubereitet mit reichhaltigem Kakao, einer Prise Cayennepfeffer und optional sogar ein paar Tropfen CBD-Öl.
Schokolade enthält von Natur aus Stoffe, die die Ausschüttung von Endorphinen anregen und so die Stimmung heben. Der Cayennepfeffer sorgt zusätzlich für Wärme und eine angenehme Schärfe. Er enthält Capsaicin, den Stoff, der Chili seine Schärfe verleiht. Dieser fördert ebenfalls die Endorphin-Ausschüttung, was zu einem leichten Wachheitsgefühl und besserer Konzentration führen kann. Das Ergebnis ist ein gemütliches, leicht scharfes Getränk, das auf ganz andere Weise belebt als Kaffee. Für uns ist es eine der liebsten Kaffeealternativen am Nachmittag oder als Nachtisch nach dem Abendessen. Und wenn du noch einen Schritt weitergehen möchtest, kannst du etwas CBD-Öl hinzufügen. Das komplette Rezept findest du hier.

Golden Milk AKA Kurkuma Latte

Goldene Milch, auch bekannt als Kurkuma Latte, ist ebenso nährstoffreich wie wohltuend. Warme Pflanzenmilch, gemischt mit Kurkuma und weiteren Gewürzen aus der ayurvedischen Tradition, ergibt dieses goldene Getränk. Es ist bekannt für seine beruhigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften und wird häufig zur Unterstützung des Immunsystems oder zur Entspannung getrunken.
Kurkuma enthält Curcumin, das für seine antioxidativen Eigenschaften geschätzt wird, während schwarzer Pfeffer die Aufnahme verbessert. Sie ist koffeinfrei und hat sich unter dem Namen „Kurkuma Latte“ auch in hippen Cafés als beliebte Kaffeealternative etabliert.
Meine vegane Version dieses Getränks: Für 240 ml (1 Tasse) Goldene Milch einfach die Pflanzenmilch erhitzen und ½ TL Kurkuma, ½ TL Zimt, ¼ TL Vanille, 5 Kardamomkapseln, etwas Safran, etwas Muskatnuss und schwarzen Pfeffer hinzufügen. Erhitzen, aber nicht kochen lassen, und bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 5 Minuten ziehen lassen. Anschließend nach Geschmack mit Ahornsirup oder Kokosblütenzucker süßen.
Für eine noch entspannendere Wirkung kannst du etwas CBD-Öl hinzufügen und daraus eine sogenannte Moon Milk machen.
Chai Latte

Seitdem ich das erste Mal einen Masala Chai in einem indischen Restaurant getrunken habe, bin ich ein großer Fan dieses Getränks. Da er meist nicht vegan ist, mache ich ihn mir zu Hause selbst. Ein Stück frischer Ingwer, eine Zimtstange, ein paar schwarze Pfefferkörner, zwei Nelken und eine grüne Kardamomkapsel, dazu ein Teelöffel schwarzer Tee – das ist meine Lieblingskombination.
So bereitest du ihn zu: Die Gewürze 10–20 Minuten in einer 50:50-Mischung aus Wasser und Pflanzenmilch köcheln lassen, dann durch ein Sieb gießen, etwas aufgeschäumte Pflanzenmilch hinzufügen und nach Geschmack mit Ahornsirup oder Kokosblütenzucker süßen. Die wärmenden Gewürze des Chai können die Verdauung unterstützen und die Sinne sanft beleben.
Du kannst der aufgeschäumten Milch auch etwas Vanille hinzufügen – das nennt sich wohl „Bangalore Fog“, auch wenn ich diesen in Bangalore selbst leider noch nicht gefunden habe. Vielleicht beim nächsten Mal 🙂
Wenn du den Geschmack von Chai Latte genauso liebst wie ich, könnten dir auch meine Chai-Madeleines gefallen.


