2008, als ich zum ersten Mal vegan unterwegs in Tokyo war, gab es noch kaum etwas außer Avocado Maki. Oder Suppen und Brot, die ich für vegan hielt, aber die es wahrscheinlich nicht waren. Vermutlich nicht mal vegetarisch.
Wenn ich jetzt nach Tokyo komme, sieht es ganz anders aus: Happycow listet eine ganze Menge vegane und veganfreundliche Optionen auf: Sushi, Ramen, Street Food, Burger, Okonomiyaki, Curry, Pizza, Indisch, Buffet, Eis, glutenfreie vegane Optionen, es gibt Bars und Izakayas (eine Art japanischer Pub), vegane Food Touren und sogar Kochkurse. Ich kann mich gar nicht mehr entscheiden, wo ich zuerst hin muss!
In diesem Blogpost zeige ich euch meine bisherigen Lieblingslocations. Das sind einige, denn ich war tatsächlich noch nie in einem veganen Restaurant in Tokyo, in das ich nicht sofort noch mal gehen würde!
Mehr Bildmaterial siehst du übrigens in meinen Instagram-Highlights.
Warum kann es schwierig sein, in Japan veganes Essen zu finden?
Die traditionelle japanische Küche ist stark auf Fisch und Meeresfrüchte angewiesen und viele Gerichte enthalten auch Fleisch, Eier und manchmal Milchprodukte. Oft in geringen Mengen, so dass es gar nicht dabei steht. Viele japanische Gerichte, vor allem Suppen und Saucen werden zum Beispiel mit Dashi zubereitet, eine Brühe aus Fisch und Seetang.
Wer vegan unterwegs in Tokyo ist, kann nicht einfach in ein Restaurant gehen und etwas Veganes auf der Speisekarte erwarten. Es gibt auch oft nur japanische Speisekarten und nicht alle Kellner sprechen gut Englisch. Darüber hinaus ist das Konzept des Veganismus in Japan noch relativ neu und vielen nicht geläufig, und es ist generell nicht üblich, sich die Gerichte ohne dies und das und dafür damit zu konfigurieren.
Warum ist Tokyo trotzdem ein großartiges Reiseziel für Veganer?
Die vegane Bewegung findet auch in Japan immer mehr Freunde und vegane Restaurants und Cafés oder solche mit klar gekennzeichneten pflanzlichen Optionen schießen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden. Und hier bin ich immer wieder beeindruckt von der ausgezeichneten Qualität der Speisen, den durchdachten Konzepten, dem Einfallsreichtum, dem perfekten Branding, dem Charme und der Liebe zum Detail, sei es veganes japanisches Essen oder inspiriert von einer anderen Landesküche. Wie gesagt, ich war noch nie in einem veganen Restaurant in Tokyo, in das ich nicht sofort noch mal gehen würde!
Wie finde ich in Japan vegane Restaurants?
Am besten du lädst dir die HappyCow App auf dein Handy, wenn du sie noch nicht hast. Dort kannst du überall schauen, was es in der Nähe gibt und auch nach verschiedenen Optionen filtern, sowie Rezensionen lesen und Fotos vom Essen, dem Restaurant und oft auch vom Eingang ansehen. Dann kannst du die Karte öffnen und ihr folgen. Wenn du den Laden mit Apple Maps nicht findest, versuche es mit Google Maps, manchmal stimmen die Koordinaten nicht so ganz. Die Öffnungszeiten überprüfe ich auch gerne bei Google, denn HappyCow bekommt keine automatischen Updates. Ein Blick auf Instagram kann sich auch lohnen, nicht dass ausgerechnet heute wegen irgendwas geschlossen ist. Und wenn der Laden seit 2 Jahren nichts gepostet hat, ist fraglich, ob es ihn noch gibt.
Ich empfehle auch, an der Modern Vegan Night Foodie Tour in Tokyo von MagicalTrip* teilzunehmen und Tokyos moderne vegane Speisen mit einem einheimischen Guide in Shibuya zu probieren. Ich habe schon viele vegane Food Touren in verschiedenen Ländern mitgemacht und war jedes Mal begeistert, was ich alles über das Land und die Küche gelernt habe. MagicalTrip bietet auch andere Touren an, wie Fahrradtouren oder eine Tour durch Harajuku, oder eine abendliche Foto Session in Tokyo, und sie bieten auch verschiedene Touren in anderen japanischen Städten an. In der Beschreibung siehst du, ob vegane Optionen für Speisen enthalten sind. Dort kommst du auch über den Link oben hin.

Ich habe an der veganen Tour teilgenommen, und wir hatten eine tolle Zeit mit unserem sympathischen Guide, während wir durch Shibuya spaziert sind und köstliches veganes Sushi, Pflaumenwein, einen Teriyaki-Burger mit Pommes, Nuggets und Superfood-Mayonnaise sowie fantastischen Käsekuchen genossen haben. Man hatte auch oft Auswahlmöglichkeiten. Danach waren wir noch in einer großen Markthalle mit vielen veganen Optionen, wo ich mir für meinen Flug am nächsten Morgen einen schönen Falafel ausgesucht habe.
Wie habe ich in Tokyo unterwegs Internet?
Ich empfehle sehr, eine Prepaid-eSIM mit Roaming zu erwerben, wenn du auf einen anderen Kontinent reist. Es kann sehr frustrierend sein, immer nach WiFi zu suchen, nur um einen QR-Code zu scannen oder den Weg zu finden. Deshalb lieben meine Kollegen und ich Airalo und Flexiroam! Es funktioniert ausgezeichnet und es gibt verschiedene Datenpläne, für einzelne Kontinente oder weltweit, mit unterschiedlichen Datenmengen und gültig für entweder ein halbes oder ein ganzes Jahr. Sehr oft gibt es Sonderangebote, die sich wirklich lohnen.
VEGAN UNTERWEGS IN TOKYO – MEINE VEGANEN LIEBLINGSKETTEN
HealthyTOKYO
In dieser veganen Café-Kette kannst du deine Getränke mit CBD-Öl verfeinern lassen. Und wie du von meinen CBD-Öl-Rezepten weißt, bin ich ein großer Fan davon! Neben deinem Kaffee, Matcha Latte oder deiner erfrischenden Limonade kannst du in diesem hübschen Café köstliche Quiche, Paninis, glutenfreie Lasagne und fantastische Kuchen genießen. Viele Optionen sind auch glutenfrei.
Du kannst hier ihre hochwertigen CBD-Öl-Produkte kaufen, darunter Körperpflegeprodukte, Süßigkeiten und sogar Leckerbissen für dein Haustier – alles ist vegan, außer den CBD-Gummis.
Wenn du den Zug nach Shinjuku-Sanchome nimmst und den Ausgang A4 benutzt, läufst du direkt in den HealthyTOKYO CBD Shop & Café unter dem Shinjuku Apple Store. Es gibt auch andere Filialen in Harajuku, Daikanyama, Edogawa und sogar eine am Haneda Airport, wo du auch Salate bekommen kannst. Und wie ich dir als Flugbegleiterin immer sage: Nimm auf Flüge unbedingt Snacks mit, besonders auf so lange!
Hier findest du ein Instagram-Reel von meinem Besuch.


T’s Tantan
Im T’s Tantan gibt es die leckerste vegane Ramen-Suppe in Tokyo, und das sage nicht nur ich. Hier komme ich schon 2014 immer wieder gerne hin, und auch die Omni-Kollegen im Schlepptau sind jedes Mal angetan. Dieses vegane japanische Restaurant hat mehrere Niederlassungen, und diese hier ist in der Keiyo Street in der Tokyo Station. Hier gibt es Nudelsuppen, in die man sich reinlegen will, auch Curry, Gyozas (japanische Teigtaschen) und sehr gutes veganes Karaage, das ist frittiertes Hühnchen.
Es sind immer viele Ausländer dort, die vegan unterwegs in Tokyo sind, man bekommt also auch ohne japanische Sprachkenntnisse unkompliziert etwas zu essen, aber auch bei Japanern ist der Laden sehr beliebt. Zu Stoßzeiten muss man eventuell einen Moment anstehen, aber es geht oft recht schnell, Japaner sitzen für gewöhnlich nicht stundenlang im Suppenladen herum so wie wir 🙂

Es gibt auch noch einen weiteren Nudelsuppenladen in der Ueno Station, einen im Narita Flughafen und ein richtiges Restaurant in Jiyugaoka.

Die Niederlassungen haben etwas unterschiedliche Speisekarten. Hier kannst du sie dir bei Happycow ansehen und hier ist die Website von T’s.
Inzwischen gibt es auch eine Instantversion der berühmten Nudelsuppe, die kann man vor Ort kaufen und sogar bei Natural Lawson, einer japanischen Kette von Convenience Stores. Diese Instantsuppe empfehle ich für den Rückflug. Du brauchst nur heißes Wasser und schon hast du eine leckere vegane Mahlzeit. Am besten lässt du dir noch ordentlich Gyozas einpacken 🙂
Ich finde die Suppe in dem Laden so lecker, ich habe sie zuhause nachgekocht. Und sie ist ziemlich gut gelungen! Hier ist das Rezept für meine Tantan-Suppe.

Ain Soph
Das ist die dritte vegane Restaurantkette, die ich sehr empfehle, wenn man vegan unterwegs in Tokyo ist. Es gibt Niederlassungen in Ikebukuro, Shinjuku und Ginza. Wir hatten vegane Burger und Pancakes. Die Restaurants sind sehr schön und alles war sehr lecker. Hier kann man gut den Abend verbringen. Den Instagram Account von Ain Soph findest du hier.



Mr. Farmer
Ich habe das schöne Café in einer ruhigen Seitenstraße in Harajuku besucht. Das Essen ist wahnsinnig hübsch angerichtet und sehr gesund. Bei uns gab es Dandan Nudeln, den Super Green Salad und fantastischen Käsekuchen. Es gibt verschiedene Niederlassungen in Tokyo und Japan, nicht alle sind komplett vegan. Hier geht es zu ihrem Instagram-Account.



Nataraj
Dieser vegetarische Inder hat auch mehrere Niederlassungen in Tokyo und ich habe zuerst die in Shibuya ausprobiert, nur drei Minuten Fußweg vom Hachiko-Denkmal. Und im Ernst, das ist das leckerste vegane indische Essen, das ich außerhalb von Indien gegessen habe.

Ich hatte zwei kleine Curries, Bhajis, Salat und ein riesiges leckeres Naan. Das war alles absolut perfekt, und ich konnte mir kaum etwas besseres vorstellen, aber am nächsten Abend kam ich mit Freunden wieder, und da gab es eine viel ausführlichere Speisekarte, wo wir einen Naan Burger entdeckten. Und der war natürlich auch wieder unglaublich lecker 🙂
Mittags gibt es übrigens auch ein Buffet. Hier geht es zur Website von Nataraj.
Coco Curry House Ichibanya
Ich versuche normalerweise, Läden zu meiden, die auch Fleisch servieren, aber ich habe diese Curryhaus-Kette aus mehreren Gründen auch aufgenommen: sie ist überall und man bekommt schnell ein veganes japanisches Curry.
Es gibt mehrere vegane Optionen, die auf der Speisekarte klar gekennzeichnet sind. Der Service ist schnell, das Gemüsecurry schmeckt und ist nicht teuer. Instant Curry kann man auch dort kaufen. Ich hatte leider vor lauter Filmen vergessen, ein Foto zu machen, aber zum Glück gibt es im Schaufenster Plastik-Versionen der Speisen.
Die Niederlassung an der Shinjuku Station ist 24 Stunden geöffent, so bekommen auch gejetlagte Europäer, die vegan unterwegs in Tokyo sind, mitten in der Nacht noch etwas zu essen. Ich mag auch das 70er Jahre anmutende Farbschema, in dem die Läden gehalten sind. Die Website von Coco Ichibanya findet ihr hier.

Afuri
Diese kleine Ramenladen-Kette findest du zum Beispiel in der Lumine 1 Mall in Shinjuku, im Untergeschoss bei den anderen Food-Ständen. Hier gibt es nur eine vegane Ramensuppe, die Rainbow Ramen, aber diese ist eine leckere schnelle kleine Mahlzeit, wenn man vegan unterwegs in Tokyo ist. Ich habe meine mit extra Yuzu bestellt und das schmeckte ausgezeichnet.
Zum Verweilen mit Freunden lädt der Laden aber nicht ein, man bestellt und bezahlt seine Suppe am Automaten, bekommt einen Platz an der Bar zugewiesen, isst seine Suppe und geht wieder. Afuri ist beliebt, daher gibt es oft eine Schlange.

VEGAN UNTERWEGS IN TOKYO – SHIBUYA

Izakaya Masaka
Diese vegane Izakaya findest du im Sous-Terrain des Kaufhauses Parco in Shibuya. Man muss wohl meistens anstehen, aber ich hatte bisher beide Male Glück und konnte sofort einen freien Tisch ergattern. Das Essen ist fantastisch gewürzt, die Geschmäcker haben mich noch den ganzen nächsten Tag verfolgt. Wir haben uns Karaage, Gyozas, Mapo Tofu, Bohnen-Tempura und Kartoffeln gegönnt. Hier geht es zu ihrem Instagram Account.



Vegan Sushi Tokyo
Auch nicht weit von der Shibuya Kreuzung gibt es diesen gemütlichen veganen Sushi-Laden. Ich war dort bei einer Party und nicht als normaler Gast, aber alles, was ich gegessen habe, war super lecker und ist bestimmt auch im normalen Betrieb genau so großartig. Es gab auch noch leckeres Vanilleeis mit Hojicha zum Nachtisch. Und so ein sympathisches Team! Der Laden ist meine erste Station, wenn ich das nächste Mal in Tokyo bin. Schau mal bei ihrem Instagram-Account vorbei.

VEGAN UNTERWEGS IN TOKYO – SHINJUKU
Plant More
Das Café Wired Bonbon im 6. Stock der Lumine 1 Mall in Shinjuku hat zugemacht und als Plant More im März wieder eröffnet.
Die Desserts sind immer noch alle vegan, und wir haben uns Tiramisu und Schokoladenkuchen gegönnt. Es gibt auch eine kleine Auswahl an herzhaften veganen Gerichten, zum Beispiel diese Falafelplatte.


Die veganen Optionen sind mit dem kleinen Blatt markiert. Hier kannst du Plant more auf Instagram besuchen.
More than Bakery
Nur sonntags ist in der Bäckerei des Hotel The Knot neben dem Shinjuku Chou Park alles vegan. Es gibt Croissants, Focaccia, Bagels, kleine Burger, Brezel, Sauerteigbrot, Sandwiches und natürlich auch Süßes! Es gibt ein paar Sitzplätze in der Lobby, wo man sich mit seinem Gebäck und Kaffee hinsetzten kann, und ich fand es unerwartet gemütlich und unterhaltsam, dort am Sonntag mittag abzuhängen.


VEGAN UNTERWEGS IN TOKYO – ASAKUSA
Wenn es dich zum berühmten Asakusa-Schrein und dem Senso-ji, dem ältesten und bedeutendsten Tempel Japans zieht und du so wie ich ein Foodie bist, bietet sich auch ein Besuch der Kappabashi Kitchentown an, wo sich ein Geschäft für schönes Porzellan, Messer und andere Kochutensilien an das andere reiht. Natürlich habe ich auch dort leckeres Essen entdeckt:
Shochiku-en
Gleich in der Seitenstraße kannst du in dem kleinen veganen glutenfreien Café Shochiku-en entspannen, bei einem Matcha Latte und einem Stück Kuchen oder einer Pizza. Mehr erfährst du auf der Website.

Atomiyosowaka
Auch in diesem großen, schönen Cafè bekommst du veganes und glutenfreies Gebäck und leckere Brunchplatten. Diese bekommt man eigentlich nicht mehr nachmittags, da gibt es nur noch Süßes, aber ich muss wohl so hungrig und enttäuscht ausgesehen haben, als ich wieder gehen und mir woanders Mittagessen suchen wollte, dass mir die Kellnerin hinterherkam und mir anbot, man könnte mir noch eine Bagelplatte zusammenstellen. Mal wieder war ich beeindruckt vom japanischen Service und sehr glücklich, und nach der sättigenden herzhaften Bagelplatte war dann auch noch Kapazität für diesen leckeren Earl-Grey-Blaubeer-Muffin. Dieser war übrigens nicht pappsüß, wie es ja leider oft bei veganem Gebäck der Fall ist, sondern genau richtig für meinen Geschmack. Mehr erfährst du hier.


VEGAN UNTERWEGS IN TOKYO – MEGURO
Plant Planet
Ein sehr hübsches veganes Café im Diplomatenviertel mit japanisch-indischer Fusionsküche, es gibt eine überschaubare Speisekarte, anscheinend nur auf japanisch. Aber man kann eigentlich nichts falsch machen. Die beiden Curries, 21 Spices und Butter Chicken sind beide sehr lecker und kleine Kunstwerke, dazu gibt es einen sehr leckeren Moon Chai, unbedingt probieren. Auch der Instagram Account ist sehr hübsch anzusehen.
Hier bei HappyCow erfährst du mehr

Rainbow Bird Rendezvous
Noch ein süßes veganes Café in der gleichen Gegend, alles bio, mit verschiedenen japanischen Gerichten, die aus verschiedenen Komponenten bestehen, Smoothies und Desserts. Hier hat mich besonders das Karaage begeistert, so lecker gewürzt! Viele empfehlen den Matcha Milkshake, aber das Essen war sehr üppig, ich hatte leider keinen Platz mehr 🙂
Hier bei HappyCow erfährst du mehr

VEGAN UNTERWEGS IN TOKYO – TOYOSU (TeamLab Tokyo)
Uzu vegan ramen
Ich glaubte meinen Augen kaum zu trauen, als ich sah, das es gleich vor dem TeamLab Lichtinstallationen-Museum in Toyosu einen veganen Ramen-Stand gibt. Wir entschieden uns für die Miso-Ramensuppe (scharf!) und einen leckeren Donut zum Nachtisch.

VEGAN UNTERWEGS IN TOKYO – KAMAKURA
Die hübsche Küstenstadt Kamakura ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel, etwa 50 km von Tokyo entfernt und mit der Bahn sehr gut zu erreichen. Es gibt zahlreiche Tempel und Schreine, einen Riesenbuddha, eine Retro-Bahn, einen Strand von dem man manchmal sogar den Fuji sehen kann und hübsche kleine Geschäfte. Als ich 2014 das erste Mal da war, habe ich den ganzen Tag nur Edamame aus dem Kombini gegessen.
Heute sieht das natürlich anders aus und es erscheint bei HappyCow eine lange Liste von veganen Restaurants. Überall gibt es Matcha und Hojicha mit Hafermilch, alles kein Problem mehr.
Cotonoha
Wahrscheinlich ist dir Kamakura schon in Instagram-Reels begegnet, und vielleicht sogar das Cotonoha mit seinem hübschen Interieur und farbenfrohen Buddha Bowls und Curries? Ich musste jedenfalls unbedingt hin, nachdem ich die Videos gesehen habe und war auch ganz begeistert. Und ich habe mich gefreut, dass man am Eingang die Schuhe auszieht, denn nachdem ich seit Tagen jeden Tag den ganzen Tag in den gleichen Schuhen durch Tokyo gelaufen bin, fingen meine Füßen inzwischen an zu meckern. Da habe ich gleich noch ein bisschen mit meinem Kindle und meinem Oolong-Tee verweilt. Hier bei Happycow erfährst du mehr.


Was ist Shojin Ryori?
Shojin Ryori ist eine traditionelle rein pflanzliche Küche, die in Zen-Buddhistischen Klöstern in Japan entstanden ist. Diese Küche zeichnet sich durch ihre Einfachheit, Reinheit und Betonung natürlicher Aromen und Texturen aus.
Typischerweise umfasst Shojin Ryori Gerichte aus saisonalem Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten und Tofu. Die Zutaten werden sorgfältig ausgewählt und unter Verwendung von Techniken wie Dämpfen, Kochen und Simmern zubereitet, um ihre natürlichen Aromen hervorzubringen und ihren Nährwert zu maximieren.
Shojin Ryori ist auch für seine visuelle Präsentation bekannt. Die Küche gilt als nicht nur gesund und lecker, sondern auch als Form der Meditation und Möglichkeit zur Kultivierung von Achtsamkeit und Wertschätzung für die Natur.
Es gibt viele Tofugerichte, Suppen mit Shiitake-Kombu-Brühe oder auch vegane Tempura.
Shojin Ryori Kochkurs
Shojin Ryori wird in einigen traditionellen japanischen Restaurants serviert, aber du kannst auch lernen, wie man es selbst zubereitet, zum Beispiel in dem authentischen Shojin Ryori , den ich in Tokyo besucht habe.
Alles ist natürlich vegan, außerdem hauptsächlich bio und glutenfrei, es gibt keine Zwiebeln oder Knoblauch und keinen zugesetzten Zucker. Auch andere Ernährungsbedürfnisse können berücksichtigt werden.
Yuka ist eine medizinische Koch-Therapeutin, spricht ausgezeichnetes Englisch und ich habe so viel gelernt beim Kochen und dem gemeinsamen Essen. Natürlich bekommt man die Rezepte auch ausgehändigt. Ein unvergessliches Erlebnis und so hübsch, lecker und gesund.
Hier bei AirKitchen erfährst du mehr und kannst den Kurs auch buchen*.


Weitere vegane Kochkurse in Tokyo
Yuka bietet noch weitere vegane Kochkurse an: New Year’s Food*, Onigiri*, Sushi*, Okonomiyaki*, Tofu*.
Solltest du etwas anderes suchen, findest du hier alle Kochkurse für Veganer in Tokyo*, die AirKitchen anbietet.
Was gibt es in Supermärkten und Convenience Stores?
Ist man vegan unterwegs in Tokyo, kann es auch manchmal schwierig werden, Snacks zu finden. Viele Sachen sehen auf den ersten Blick vegan aus, aber sind es nicht. Fleisch und Fisch werden in einigen Fällen ja eher als Gewürz betrachtet, daher ist in einem Gemüsereis auch mal etwas Makrele. Solche Sachen findet man oft mit Hilfe der Google Translate App heraus, wenn man dann die kleingedruckten Zutaten liest. Hier geht es übrigens zu meinem Blogpost über nützliche Apps für reisende Veganer.
In Kombinis, den kleinen Convenience Stores an jeder Ecke, gibt es Onigiri, die nur aus gesalzenem Reis bestehen. Die sind sicher. Und Edamame gehen auch immer. Bei den Tofu Skins und dem Adzuki-Reis bin ich mir nicht 100%ig sicher, meine Google Translate App hat keine tierischen Produkte bei den Zutaten gefunden, und manchmal nehme ich es da auf Reisen nicht allzu genau. Dieses YouTube-Video von Currently Hannah über vegane Snacks aus Kombinis fand ich auch sehr hilfreich.


Das hier sind vegane Sachen, die ich mit Hilfe meiner Google Translate App und meiner japanischen Kollegin im Maruetsu Supermarkt gekauft habe: Pickled Plum Onigiri, Edamame, geröstete Süßkartoffel, Red Beans Rice Ball, Salted Rice Ball und Mochi.

Dann gibt es ja auch noch die schon erwähnten Suppen von T’s Tantan bei Natural Lawson, die natürlich immer vegan sind. Ich empfehle den Instagram-Account Itadakihealthy und auch die Facebook Gruppen Vegan Japan und Is it vegan (Japan) wenn man nach Japan reist und vor allem, wenn man länger dort ist. In diesen Gruppen wird viel hilfreiche und interessante Information geteilt.
Vegan unterwegs in Tokyo – Kosmetik und Souvenirs
Falls in Tokyo die Kosmetikprodukte leer werden, gibt es mehrere Niederlassungen vom Body Shop und Lush, wo ja sehr viele Produkte vegan deklariert sind.
Ein besonderes Highlight ist der Lush Store in Harajuku. Manche Badebomben sind exklusiv für Japan hergestellt worden und nur hier erhältlich. Die Winkekatze im Titelbild gab es dort, ein perfektes Souvenir, das auch noch gut riecht. Im Internet kannst du herausfinden, ob die jeweiligen Sonderausgaben vegan sind. Im Januar 2023 gibt es zu Beginn des Jahres des Hasen diese kleinen Kunstwerke. So etwas sollte man natürlich im Handgepäck mitnehmen.

Auch Furoshiki, die japanische Kunst, Geschenke in ein Tuch hübsch einzupacken, ist bei Lush in Japan zu Hause. Ihr könnt die Tücher kaufen und euch die Sachen damit einpacken lassen.

Wie komme ich in Tokyo von A nach B?
Tokyo hat auch ein gut entwickeltes und benutzerfreundliches öffentliches Verkehrssystem das es einfach macht, sich in der Stadt zu orientieren und vegane Restaurants in verschiedenen Vierteln zu finden. Dafür empfehle ich die Suica Card, eine kontaktlose Karte, die du an den Automaten bekommen und aufladen kannst, und als Zahlungsmittel in öffentlichen Verkehrsmitteln und auch in Kombinis und an Getränkeautomaten verwenden. Es gibt sie jetzt auch fürs Apple Wallet, damit geht es noch einfacher und man kann sie gleich im Wallet mit der gespeicherten Kreditkarte aufladen. Es geht aber auch mit Cash am Automaten, falls man die Kreditkarte aus irgend einem Grund nicht benutzen kann. Die Karte ist wirklich ein Segen, da die Öffis in Tokyo von verschiedenen Ambietern betrieben werden und man sich früher den ganzen Tag am Fahrscheine kaufen war.
Bei Happy Cow oder Google findest du übrigens oft Fotos von der Außenansicht der Restaurants, das kann sehr hilfreich sein. Mit ein wenig Recherche und Planung kannst du eine fantastische kulinarische Erfahrung machen, wenn du vegan unterwegs in Tokyo bist.

Kann man in Osaka und Umgebung gut veganes Essen finden?
In Osaka, Kyoto, Nara, Himeji und Arashiyama war es überhaupt kein Problem für uns, veganes Essen zu finden. Besonders in der Nähe der touristischen Attraktionen hatte HappyCow sehr viel im Angebot. Oft haben die Läden große Vegan-Schilder draußen aufgehängt. Es gibt zwar manchmal nur eine oder zwei Sachen, aber wenn man kein allzu schwieriger Esser ist, klappt es gut. Kaffeeläden haben auch meist zumindest Sojamilch. Außerhalb von Osaka empfehle ich auch, immer Bargeld dabei zu haben, schon für die Tempel, aber auch kleine Restaurants sind oft Cash only.
Meine absoluten Favoriten sind das Paprika Shokudo in Osaka, wo ich immer das Karaage Set bestelle, nicht weit von Shinsaibashi, der Haupteinkaufsgegend.

Im kleinen Café Kotonaki in Himeji, ganz in der Nähe des Schlosses, gibt es ebenfalls ein fantastisches Karaage Set. Gleich gegenüber ist ein schöner Laden, in dem man Kaffee und Matcha mit Hafermilch bekommt, Kuuhaku Coffee.
AirKitchen bietet übrigens auch vegetarische Kochkurse an in Osaka* und Kyoto*, von denen die meisten vegan oder vegan-freundlich sind.
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