Wer schon mal in Japan war, kennt bestimmt diese kleinen Päckchen, auf denen „Roasted Sesame Dressing“ steht, und die man im Kombini im Kühlregal beim Salat findet. In Japan heißt dieses cremige Salatdressing Goma Dressing (Goma bedeutet einfach Sesam) und es hat diese perfekte Balance aus salzig, süß, säuerlich und umami, alles in einem.
Leider enthält Goma Dressing fast immer Mayo oder andere tierische Zutaten, die man in kleinen Mengen in Japan gar nicht deklariert. Mein japanisches Salatdressing mit Tahin und Miso mache ich ganz ohne Mayo, dafür mit Tahin und Zitrone, geröstetem Sesamöl, Sojasauce, Ahornsirup, würzigem Miso und frischem Ingwer. Es ist in drei Minuten fertig, auf Wunsch glutenfrei und passt zu so ziemlich jedem Salat, für den du dir ein asiatisches Dressing vorstellen kannst und auch zu Bowls passt es gut.
Was brauchst du für das Salatdressing?
Dieses leckere Dressing besteht eigentlich nur aus Superfoods:
Geröstetes Sesamöl Intensiv im Geschmack, reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E. Unbedingt das geröstete Öl verwenden, da es sehr aromatisch ist. Das ist einer der Gründe, warum dieses Dressing so lecker ist.
Tahin Gemahlene Sesampaste ist ein unterschätzter Kalzium-Lieferant, und besonders relevant für alle, die keine Milchprodukte essen. Außerdem reich an Zink, Eisen und gesunden Fetten. Achte auf Tahin aus 100% Sesam ohne Zusätze, am besten aus ganzen (nicht enthülsten) Sesamkörnern, der hat mehr Nährstoffe.
Sojasauce / Tamari Tamari ist die glutenfreie Variante und oft etwas runder im Geschmack. Beide liefern Umami, aber sie sind salzig, also keine Extraprise Salz nötig. Auf Bio und möglichst ohne Zusätze achten.
Ahornsirup Als Süßungsmittel die cleane Wahl: enthält Spurenelemente wie Mangan und Zink, mehr als weißer Zucker. Kein Ersatz für Gemüse, aber im Vergleich eine bessere Option. Grad A (dunkel) hat mehr Eigengeschmack.
Zitronensaft Frisch gepresst macht hier wirklich den Unterschied. Vitamin C, das die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Quellen verbessert, in Kombination mit Tahin also ein kleines nutritives Dream-Team in diesem Salatdressing .
Frischer Ingwer Antientzündlich, verdauungsfördernd, und belebt das ganze Dressing. Die bioaktive Verbindung Gingerol ist es, die die entzündungshemmenden Eigenschaften mitbringt. Du kannst ihn mit der Reibe reiben, wenn du das Dressing mit der Hand verrührst oder in Scheiben schneiden und mit in den Mixer geben.
Genmai Miso / Shiro Miso Fermentierte Sojapaste, ein Probiotikum und Umami-Boost in einem. Genmai Miso (mit Vollkornreis) ist etwas kräftiger und nährstoffreicher, Shiro Miso milder und süßlicher. Beides passt hier.
Schwarzer Pfeffer Das Piperin im schwarzen Pfeffer erhöht die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe. Frisch gemahlen ist er besonders aromatisch.
Einen Mixer brauchst du nicht unbedingt, du bekommst das Salatdressing auch mit der Hand cremig gerührt, aber er erleichtert die Arbeit natürlich.


Japanisches Salatdressing mit geröstetem Sesamöl und Miso
Equipment-Empfehlungen
Zutaten
- 2 EL geröstetes Sesamöl*
- 2 EL Tahin*
- 2 EL Sojasauce oder Tamari für glutenfrei
- 2 EL Ahornsirup
- 2 EL Zitronensaft
- 2 TL frischer Ingwer, gerieben
- 2 TL Genmai Miso oder Shiro Miso
- etwas schwarzer Pfeffer
Anleitung
- Alle Dressing-Zutaten in einer kleinen Schüssel mischen. Du kannst auch einen Mixer nehmen, das geht superschnell und blitzt den Ingwer einfach weg.
Notizen
Wozu passt das japanische Salatdressing?
Mein Lieblingssalat für dieses Salatdressing ist mein Grünkohlsalat mit Räuchertofu, Kichererbsen und Granatapfelkernen.




